Eiskalt und effizient – Trump an der Regierung

Hinter all dem Chaos und den Skandalen setzt die Trump-Regierung ein radikal unternehmensfreundliches Programm um – und geht dabei durchaus professionell und geradezu diskret vor. Ich hab für ⁦Neues Deutschland ein paar Aspekte notiert:

https://www.neues-deutschland.de/amp/artikel/1130454.impeachment-effizient-und-eiskalt.amp.html?__twitter_impression=true

Hängen geblieben: das »OK, Boomer« Meme

Für neues deutschland habe ich etwas über das „ok boomer“ Meme geschrieben. Ich habe versucht, es nicht peinlich zu machen, urteilt selbst.

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1129045.ok-boomer-haengen-geblieben.html

„Die Vorstellung, bei Politik gehe es vor allem um Generationen, stammt ironischerweise aus den 60ern, als die Boomer-Generation gegen ihre Eltern rebellierte. Nicht zufällig sah sich die kulturell-emanzipatorische »Neue Linke« damals vielleicht zum letzten Mal selbstverständlich aufseiten der Arbeiterbewegung. Anschließend kassierten die Boomer dieses schöne Bündnis wieder, fortan hieß »links« für sie vor allem, modern und emanzipatorisch zu sein – die Klasse wurde gestrichen. Man muss kein Traditionalist sein, um zu erkennen, dass die heutige Krise der Linken auch darin ihren Ausgangspunkt hat – und man sich deshalb von diesem boomermäßigen, generationellen Kulturkampf eher fernhalten sollte. Womit sich der Kreis schließt: Die Boomer haben sogar die Linke ruiniert!“

Was normal ist – Clemens Tönnies

Unter Pseudonym habe ich die Sache mit Clemens Tönnies kommentiert.

https://jungle.world/index.php/artikel/2019/33/was-normal-ist

Der entscheidende Absatz:

„Der ganze Vorgang ist aber auch aus einem weiteren Grund ­deprimierend. Ein Skandal zeigt, was eine Gesellschaft nicht akzeptieren will. Im Umkehrschluss zeigt er auch, was eine Gesellschaft ­eigentlich für ganz in Ordnung hält, für normal, für nicht der Rede wert. Tönnies betreibt den größten Schlachtbetrieb in Deutschland, mit einem Jahresumsatz von etwa sechseinhalb Milliarden Euro. Zahlreiche Medienberichte weisen darauf hin, wie schlimm die Zustände in Tönnies’ Schlachtbetrieb sind: Niedriglohn, Werkverträge, Subunternehmen, Gewerkschaftsfeindlichkeit, übelste Ausbeutung besonders von osteuropäischen Arbeitern und die heftige Umweltbelastung, die zu diesem Geschäft dazugehört. All das scheint kein Skandal sein, der für den Boss eines Profifußballclubs Konsequenzen hätte – weil es eben normal ist.“