Wer ist der Feind? Über konservative Kulturkämpfe

Ressentiment kann man als den Wunsch beschreiben, an Menschen Rache zu nehmen, die einem nie etwas getan haben. Es ist die Lebenseinstellung von Leuten, die täglich von ihren Vorgesetzten und anderen Manifestationen eines irrationalen, ungerechten Wirtschaftssystems gebeutelt werden, und dennoch glauben, ihr wirkliches Problem seien irgendwelche arroganten Großstädter, die ihnen geschlechtergerechte Sprache aufzwingen wollen. Weiterlesen „Wer ist der Feind? Über konservative Kulturkämpfe“

Eight miles high

Ein gebrochenes Schlüsselbein ist, habe ich mir sagen lassen, eine schmerzhafte Angelegenheit – in Deutschland. Als mir so was in den USA passierte, habe ich von den Schmerzen wenig mitbekommen. Im Krankenhaus gab es sofort Morphium, und ich war geradezu euphorisch, als ich kurz darauf in der 24-Stunden-Apotheke auf meine Medikamente wartete. Das Schmerzmittel Percocet enthält den Wirkstoff Oxycodon, eines der stärkeren Opioide. Ich bekam 60 Tabletten, nahm zwei am Tag und fühlte mich großartig. Die Schmerzen waren da, spielten aber keine Rolle. Und bald nahm ich die Tabletten mit etwas schlechtem Gewissen, weil ich sie eigentlich nicht mehr brauchte.

(…)

Meinen Text über die Opiatkrise in den USA, der im Januar in der Konkret erschienen ist, kann man jetzt online lesen:
http://www.konkret-magazin.de/aktuelles/aus-aktuellem-anlass/aus-aktuellem-anlass-beitrag/items/eight-miles-high.html