Nach einigen brachialen Antifa-Aktionen in den USA entspinnt sich dort eine öffentliche Militanz-Debatte

»Antifa« ist in den USA wieder in aller Munde – spätestens seit den tragischen Ereignissen in Charlottesville, Virginia im August, als ein Rechtsradikaler die antifaschistische Aktivistin Heather Heyer ermordete. Auch Präsident Trump äußerte sich zu dem Thema und zählte dabei die Antifa zu jener »alt-left«, die genauso gewalttätig wie die Rechte sei. »Auf beiden Seiten sind gute Leute«, meinte er anlässlich der Vorfälle in Charlottesville.

Sogar viele Republikaner hatten sich darüber schockiert gezeigt, auch in den Medien wurde Trump deutlich kritisiert. Doch nur zwei Wochen später titelte die Washington Post: »Ja, Antifa ist das moralische Äquivalent zu Neo-Nazis.« Und Nancy Pelosi, ein führender Kopf der Demokraten, verurteilte die »gewalttätigen Akte der Menschen, die sich selbst Antifa nennen«, gleichzeitig forderte sie eine strenge Strafverfolgung. Was war geschehen?

Nach Charlottesville hatten in Boston und San Francisco große Gegendemonstrationen erfolgreich einige winzige rechtsradikale Gruppen daran gehindert, zu demonstrieren. Dasselbe hatte sich in der notorisch linksliberalen kalifornischen Universitätsstadt Berkeley wiederholt: eine kleine Gruppe von Trump-Anhängern wollte dort »Gegen den Marxismus« demonstrieren, dies wurde von Tausenden Gegendemonstranten verhindert.

Mit dabei war auch eine kleine Fraktion des »Schwarzen Blocks«, welche die direkte Konfrontation suchte. Im Fernsehen war dann zu sehen, wie Antifas gemeinsam auf einen wehrlos am Boden liegenden Trumpanhänger eintraten. Auch Journalisten wurden angegriffen. Einer von ihnen beschrieb in dem (eher liberalen) Magazin »New Republic«, wie junge Aktivisten ihm mit Schlägen drohten und dann seine Kamera klauten und zerstörten. Damit hatte die Antifa die Sympathien der Medienöffentlichkeit verloren. Selbst der Comedian Trevor Noah machte sich in der bei Linksliberalen so einflussreichen »Daily Show« über die Antifa lustig und nannte sie »vegane ISIS«.

Die Fürsprecher der Antifa scheint das nicht kümmern, – auch nicht zu überraschen. Auf die liberale Politik der guten Umgangsformen sei eben kein Verlass, wenn es hart auf hart komme. So argumentierte kurz…

Den ganzen Artikel gibt es hier:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1063508.antifa-in-den-usa-boxen-hilft-kaum.html