Trumps demografische Panik

Etwas Längeres von mir, über die US-Republikaner und den Zustand der amerikanischen Demokratie.

„Diese demografische Panik ist ein zentrales Element des Trumpismus. Donald Trump betrat als »Birther« die Bühne der großen Politik: Er behauptete, dass Obama gar nicht in den USA geboren und deshalb kein legitimer Präsident sei. Symbolisch vertrat er damit die Ressentiments der weißen Konservativen, die glaubten, das Land, das rechtmäßig ihnen gehörte, sei ihnen durch die Wahl des ersten schwarzen Präsidenten geraubt worden. Große Teile der Bevölkerung wurden damit gleichsam zu Bürgern zweiter Klasse erklärt.“

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1112931.demokratie-in-den-usa-trumps-demografische-panik.html?pk_campaign=SocialMedia&fbclid=IwAR08xZbwYFOdcc8EtC54qOOex8ZOfGxIiU1-b70PXEwrS8LrB1NILEaMnio

North Stream 2: »Es ist der alte Traum russischer Großmachtpolitik«

Für die Jungle World habe ich mit Ralf Fücks vom Zentrum Liberale Moderne über Nord Stream 2 und den Konflikt mit Russland gesprochen:

https://jungle.world/index.php/artikel/2019/05/es-ist-der-alte-traum-russischer-grossmachtpolitik

Es gibt eine historische Strömung in Deutschland, die eine Achse Berlin – Moskau als strategisches Ziel verfolgt und ein Sonderverhältnis zwischen Deutschland und Russland wünscht. Das geht zurück bis an den Anfang des 20. Jahrhunderts, wo es schon die Vorstellung gab, Russland als Rohstofflieferanten an Deutschland zu binden und im Gegenzug Deutschland als den Hauptindustriepartner Russlands ins Geschäft zu bringen. Das ist die alte Denke, und die ist immer noch virulent. Die deutsche Wirtschaft hat enorm viel in Russland investiert. Solange man sich mit der Machtspitze ­arrangiert, hat man Protektion. Das ist genau das Muster, das hinter Nord Stream 2 steckt.“

Ein echter Amerikaner isst, was er will, und fährt einen großen Truck

Für „neues deutschland“ habe ich mit dem amerikanischen Historiker Rick Perlstein gesprochen. Perlstein arbeitet seit langem an einer mehrbändigen Geschichte des amerikanischen Konservatismus. Er konzentriert sich dabei nicht nur auf die großen Linien, sondern erzählt vor allem vom politischen Alltagsbewusstsein und den sozialen Konflikten, aus denen die amerikanische Rechte seit den 50ern entstanden ist. Seine Bücher sind für mich das Beste, was man zu dem Thema lesen kann, und unerlässlich, um zu verstehen, wie jemand wie Donald Trump Präsident werden konnte.

Hier ist das Interview:
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1111050.rick-perlstein-ein-echter-amerikaner-isst-was-er-will-und-faehrt-einen-grossen-truck.html